Assassin’s Creed: Unity – Warum alles gar nicht mal so schlimm ist …

ac_u_teaserEs gab vermutlich bereits angenehmere Jahre für die fleissigen PR-Mitarbeiter bei Ubisoft. Anfang des Jahres wollte die gesamte Gamingwelt wissen, wie es denn sein kann, dass eine frühe „Watch_Dogs“-Messefassung deutlich besser aussah als das fertige Spiel, kurz darauf musste man erklären, dass es zu kompliziert wäre spielbare weibliche Figuren in ein Spiel zu integrieren und der Meute schließlich zu guter Letzt auch noch beibringen, dass 30 Frames pro Sekunde deutlich cineastischer seien als 60 Frames pro Sekunde. Und dann kam „Assassin’s Creed: Unity“. In all seiner verbuggten und oftmals-spürbar-unter-cineastischen-30-Frames-pro-Sekunde-vor-sich-hin-zuckelnden Pracht, dessen technischen Probleme für sich genommen vermutlich schon für Unmut gesorgt hätten. Doch Microtransactions, eine gar zu penetrante Companion-App-Einbindung und ein übertrieben strenges Presseembargo setzten dem Fiasko letzten Endes dann die Krone auf.

Presse und Spieler waren sich ausnahmsweise relativ einig – ein Umstand der in Zeiten von #Gamergate beinahe schon Seltenheitswert hat – und bedachten „Assassin’s Creed: Unity“ mit einer vergleichsweise saftigen Klatsche. Die Presse äußerte ihren Unmut in Form eher verhaltener und tendenziell negativer Kritiken, die versammelte Spielerschaft wütete (bei weitem weniger diplomatisch und dabei charmant wie eh und je) in den Kommentarbereichen, auf Metacritic und querbeet durch alle sozialen Medien. Eine mittelschwere PR-Katastrophe war geboren und Ubisoft ist seitdem auf dem besten Weg EA als unbeliebtesten Publisher abzulösen. Dabei geht leider vollkommen unter, dass „Assassin’s Creed: Unity“ möglicherweise das beste „Assassin’s Creed“ seit „Brotherhood“ ist.

Gastbeitrag: Hatred – Pervers oder nur ehrlich?

hatred_logoDirk M. Jürgens schleicht sich mal wieder durch’s Rübenbeet dieses Blogs und hat einen weiteren feinen Gastbeitrag mitsamt kreativ bemühter Illustrationen hier gelassen. Dies freut mich natürlich zum einen, da frischer (und vor allem auch guter) Content jeden Blog belebt, beschämt mich jedoch auch immer wieder auf’s Neue, wenn ich mitbekommen in welcher Geschwindigkeit Dirk diese Gemmen raushaut, während ich in aller Gemütlchkeit an meinen Texten herumdoktere. Wie dem auch sei … das Thema, dem sich Dirk angenommen hat, ist so aktuell wie moralisch heikel: „Hatred“. 

Schnäppchen des Tages: Minecraft

minecraft 1Der ein oder andere hat es möglicherweise bereits mitbekommen: Microsoft hat diese Woche das schwedische Entwicklerstudio Mojang gekauft. Mojang kennt man wiederum in erster Linie für ein Spiel: „Minecraft“ (für den Fall, dass man tatsächlich auf einem Spieleblog unterwegs ist und noch nie von „Minecraft“ gehört, verweise ich auf diesen älteren Beitrag). Die drei Mojang-Gründungsväter Markus „Notch“ Persson, Jakob Porsér und Carl Manneh waren offenbar nicht Teil des Deals, denn diese haben direkt nach Bekanntgabe des Verkaufs ihren Hut genommen und ihrer ehemaligen Firma den Rücken zugekehrt. In einem Abschiedsbrief hat Notch seine Gründe für den Verkauf kund getan, die sich relativ einfach wie folgt zusammenfassen lassen: „Verdammt ist ‚Minecraft‘ groß geworden, das ist mir echt über den Kopf gewachsen, ich bin doch eigentlich nur ein kleiner Nerd, der in Ruhe kleine Spiele programmieren möchte, und keine Galionsfigur, ach du liebe Güte.“ Prinzipiell kann ich ihm das auch nicht verübeln, denn ich fände es auf Dauer auch anstrengend, wenn jede meiner öffentlichen Äußerungen auf die Goldwaage gelegt werden würde und man mir regelmäßig mehr oder weniger unbegründete Beschimpfungen an den Kopf rotzen würde.

Ach ja … 2,5 Milliarden Dollar hat Microsoft für Mojang auf den Tisch gelegt. Uffz.

Watch_Dogs: Verhaltensregeln eines moralischen Helden

watch_dogs_logoHeute morgen bin ich aufgewacht und hatte eine Vision. Eine Vision von meinem eigenen viralen Trend. Aufgepasst! September ist Moralemper! Na? Na? Das hat doch einen guten Klang, oder?

Böse Zungen werden jetzt vielleicht behaupten, dass ich damit nur überspielen möchte, dass thematisch nach Dirks Artikel über „Army of Two“ nun der zweite Beitrag in Folge zum Thema Moral in Videospielen kommt, aber das ist üble Nachrede. Ähem … wie dem auch sei: Willkommen zum Moralemper!

Army of Two – The 40th Day: Drücke X für Kategorischen Imperativ

Army of Two 1Moment … lasst mich gerade mal die dicke Staubschicht von den Screenshots wischen. Das sieht hier ja aus als hätte schon ewig niemand mehr durchgewischt. Ähem … oder anders gesagt. Verzeiht die erneute längere Durststrecke. Würden die zahlreichen Leser des Blogs häufiger über Partnerlinks bei Amazon einkaufen (so dass ich allein durch diesen Blog unfassbar reich werde), dann würde so etwas nicht passieren. Eigentlich seid ihr also gerade selber schuld, zahlreiche Leser! Ha! (Notiz an mich: bevor ich das veröffentliche, sollte ich unbedingt noch einmal recherchieren, ob Schuldzuweisungen im allgemeinen gut bei Lesern ankommen). Gott sei Dank gibt es treue Gastautoren wie Dirk M. Jürgens, der sich heute mit dem leidigen Thema Moral in Videospielen beschäftigt (mit dem auch ich mich demnächst beschäftigen werde … vermutlich). Versüßt wird das Ganze noch durch fantastische Illustrationen, die beweisen, dass Dirk in informierten Kreisen nicht umsonst als einer der talentiertesten Webcomiczeichner Deutschlands bekannt ist. Ich übergebe das Wort: