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My Legend of Zelda (4) – Ocarina of Time

Logo: The Legend of Zelda - Ocarina of TimeStreng genommen müsste ich nur folgenden Link posten und damit wäre eigentlich so ziemlich alles zu „The Legend of Zelda: Ocarina of Time“ gesagt: Metacritic: Die besten Spiele aller Zeiten (SPOILER: „Ocarina of Time“ führt die Liste an). Da ich es natürlich niemals wagen würde die geballte Meinungshoheit von Metacritic anzuzweifeln  (das wäre ja schließlich vollkommen vermessen), stimme ich in den allgemeinen Tenor mit ein: „Ocarina of Time“ IST das Spiel der Spiele und vollkommen berechtigt seit über 15 Jahren die unangefochtene Nummer 1. Es hat im (quasi) Alleingang die Spielewelt revolutioniert, Entwickler weltweit gelehrt wie ein Third-Person-Action-Adventure auszusehen hat und ist objektiv betrachtet (wenig überraschend) der Höhepunkt der Zelda-Reihe. Aber – so behaupte ich – auch deren Fluch.

Vom Hass übermannt – Die 15 härtesten Spiele meiner Spielerkarriere (1)

dark souls„Ich hasse dich! Ich hasse dich, du verficktes von einer ziegenköpfigen Hexe geborenes Arschgesicht! Ich werde dich bespucken und ich werde deine Nachfahren bespucken, auf dass deine gesamte Familie bis in alle Ewigkeit mit Spucke befleckt ist! Ich … ich werde ins Internet gehen und böse Dinge über dich schreiben! Ha! Ich werde twittern, dass du ein bumsbeschissener Pfirsichkopf bist! Verdammte Scheiße … wie ich dich hasse! AAAAARGH!“

Auf dem Bildschirm erscheint mein vom Schicksal gebeutelter Recke wieder am Bonfire. Ich spiele „Dark Souls II“. Meine Freundin tritt hinter mich und beobachtet wie ich erneut von baumhohen Rittern zerpflückt werden: „Sag mal … warum spielst du das überhaupt, wenn es dich so aufregt?“ YOU DIED. Ich schlage auf ein unschuldig neben mir liegendes Kissen ein: „Weil’s super ist, verflucht nochmal! Und jetzt Ruhe!“ Kopfschüttelnd verlässt sie das Zimmer. Ich atme mehrfach tief ein und aus. Wie lange ist es schon her, dass ich mich ein Spiel so sehr zur Weißglut gebracht hat? Normalerweise bin ich doch eher besonnen. Frustriert setze ich dem Trauerspiel ein Ende, versuche mich zu beruhigen und denke zurück an all die bärbeissigen und gnadenlosen Arschloch-Spiele, die mir mein bisheriges Spielerleben schwer gemacht haben. Erstaunlicherweise kommen mir exakt 15 Stück in den Sinn. Top!

My Legend of Zelda (3) – A Link to the Past

a link to the past introFolgt mir in die frühen 1990er Jahre … in eine Zeit ohne Internet und ohne Youtube, als Tele 5 noch der „Bim Bam Bino“-Sender war und Sat 1 noch schmierige kleine Softsexfilmchen im Nachtprogramm gezeigt hat. Gute Zeiten. Weihnachten ist nahe. Im Fernsehen läuft die beste Fernsehserie aller Zeiten: „Saber Rider and the Star Sheriffs“. Gebannt verfolgst du den Kampf der tapferen Star Sheriffs gegen die fiesen Schergen des Oberbösewichts Nemesis. Der Einsatz des stolzen Riesenroboters Ramrod steht kurz bevor – du reibst dir bereits freudig die schwitzigen Hände – als die Handlung jäh durch Werbung unterbrochen wird. „Na gut“, denkst du dir, „dann hole ich mir eben schnell eine Lila Pause“. Doch auf dem Weg zum Kühlschrank hältst du mit einem Mal jäh inne, als folgendes – untermalt von einem fetzigen Rhythmus – aus dem Fernsehgerät schallt:

„Super Nintendos neuester Hit heißt Zelda und der reißt mächtig mit. Abenteuer, Action, schwarze Magie, Drachen und Monster und Fantasy. Tauch ein in diese Zauberwelt und kämpf wie Link der Superheld. Rette die Prinzessin aus teuflischen Klauen, dafür müsst ihr dem Drachen die Rübe abhauen. Doch kaum denkst du, du bist am Ziel, macht ein Grusel-Reptil (?) dich wieder mobil. Also zeig was du kannst, steh deinen Mann. Denn Zelda turnt dich tierisch an!“

Und wie sie das tut!

My Legend of Zelda (2) – Zelda II – The Adventure of Link

zelda iiMit „The Legend of Zelda“ war Shigeru Myamoto nach „Super Mario Bros.“ ein weiterer Geniestreich gelungen. Dem Volk dürstete nach einer Fortsetzung und Nintendo war gewillt dem Ruf der Masse Folge zu leisten. 1987 (beziehungsweise 1988 in den USA und Europa) war es dann soweit: „Zelda II – The Adventure of Link“ landete in den Regalen der Videospielfachmärkte. In den frühen 1990-ern stand dann wiederum Klein-Andreas in einem solchen Geschäft und bewunderte mit freudig glänzenden Augen die prachtvolle Verpackung des Spiels. Er nahm sein harterspartes Geld, trug die goldene Schachtel zur Kasse und bezahlte … in der Hoffnung ein Spiel zu erstehen, das so toll ist wie sein Vorgänger. Ganz besonders super wäre es natürlich, wenn er dieses Mal in keine Sackgasse rennen würde und das Abenteuer zu Ende bringen könnte. Ja … das wäre fein. Klein-Andreas sollte eine Enttäuschung erleben.

My Legend of Zelda (1) – The Legend of Zelda

zelda_1Eine kleine Warnung voraus: Der folgende Text besteht zu großen Teilen aus subjektiven Erinnerungen. Ich gebe keine Garantie auf hunderprozentige Korrektheit dieser Erinnerungen. Ich bin ein greiser, alter Mann.

Als „The Legend of Zelda“ 1987 in Amerika erschien, befürchtete Minoru Arakawa, der damalige Präsident von Nintendo of America, dass das Spiel für das amerikanische Publikum zu komplex sei. Im Gegensatz zu den meisten Spielen, die in den späten 1980ern im Westen erschienen, nahm „The Legend of Zelda“ vergleichsweise langsam Fahrt auf und war nicht sonderlich selbsterklärend. Bei „Super Mario Bros.“ war die Sache eindeutiger: man kann laufen, man kann springen, der Bildschirm scrollt nur nach rechts … BINGO BONGO!
Bei „Zelda“ mit seiner offenen Spielwelt, in die man zunächst auch noch unbewaffnet hineingeworfen wird, sah die Sache wiederum anders aus. Wie sollten die dummen Langnasen das nur verstehen? Aus diesem Grund wurde dem Spiel eine ausführliche und wunderschön gestaltete Anleitung und eine Karte von Hyrule beigepackt. Genau diese Karte packte ich im Jahr 1991 mit glänzenden Augen aus der goldenen Verpackung.