Perspektivenwechsel – Let’s make a game (or die trying)

Vermutlich bin ich nicht der einzige Videospieler unter der Sonne, der sich im Lauf seiner Spielerkarriere mehr als einmal gedacht hat: „Ach … eigentlich würde ich auch gerne mal selbst ein Spiel entwerfen…“

Es ist ja auch so naheliegend! Nicht selten stolpert man beim Spielen über seltsame Designentscheidungen, unfaire Passagen oder ärgerliche Stories … es wäre doch gelacht wenn man all das nicht selbst besser hinbekäme. Ein nicht unähnlicher Gedankengang führte nach dem zweifelhaften Genuss meines ersten Amateurfilms dazu, dass ich seinerzeit damit begann Filme zu drehen. Mein darauf folgender internationaler Ruhm in der Independentfilmszene hat mir gezeigt, dass diese Entscheidung gut war.

Nein … Moment. Ganz so war das nicht.

Mein darauf folgender internationaler Ruhm in der Independentfilmszene lässt bis heute auf sich warten … so müsste es korrekterweise heißen. Nichtsdestotrotz … Spaß gemacht hat es immer!

Ausbleibender Erfolg als Filmemacher hin oder her … die Idee ein eigenes Spiel zu erdenken war geboren.

Und wenn sich eine solche Idee erst einmal in meinem Kopf eingenistet hat, macht sie es sich dort gerne gemütlich, richtet sich wohnlich ein und wuchert wie ein kreativer Tumor.

Glücklicherweise (?) leben wir in einer Zeit, in der es so einfach ist wie vielleicht noch nie zuvor diese Kreativität nach außen zu tragen. Dank Internet und der stets fortschreitenden Technik kann heutzutage fast jeder, der das Glück hatte in eine Wohlstandsgesellschaft wie die unsere hinein geboren zu werden, zum Moderator, Modell, Sänger oder … ja … auch Gamedesigner werden. Spieleengines sind mittlerweile bezahlbar (wenn nicht sogar direkt umsonst), vergleichsweise einfach zu bedienen und zahlreich vorhanden. Doch wer die Wahl hat, hat bekanntlich auch die Qual …

MASCHINENBETRIEBEN

So kam es dann, dass ich mir zunächst einmal diverse Engines besorgt und getestet habe … von Unity über Unreal bis hin zum RPG Maker. Recht früh war mir klar, dass ich mich zunächst einmal an einem 2D-Spiel versuchen möchte. Ich habe bereits in der Realität oft genug Schwierigkeiten mich in allen drei Dimensionen zugleich zurecht zu finden … da möchte ich überhaupt nicht wissen was bei einem Versuch herauskommen würde, etwas virtuell in 3D zu erschaffen. Vermutlich würde es an allen Ecken knarzen und komisch riechen.

Das sollte sich bei der Entscheidungsfindung als hilfreich erweisen. Zwar ist es selbstverständlich auch mit Unity und Unreal absolut möglich 2D-Spiele zu entwickeln, beide Engines sind jedoch meines Erachtens primär auf den 3D-Bereich ausgelegt. Folgerichtig habe ich die beiden großen „U“s recht flott von meiner Liste gestrichen.

Um das Ganze ein klein wenig abzukürzen: letzten Endes bin ich bei der Game Maker Language (GML), beziehungsweise bei „Game Maker Studio 2“, gelandet. Wieso, weshalb, warum? Die Gründe sind simpel: Das „Game Maker Studio“ ist in erster Linie auf 2D-Spiele ausgelegt, die Programmiersprache ist vergleichsweise einfach zu verstehen, aufgrund der daraus resultierenden relativ hohen Verbreitung gibt es massenweise Tutorials und deshalb konnte ich wiederum schneller als mit sämtlichen anderen Programmen, die ich im Laufe meiner Recherche ein wenig intensiver angetestet habe, zufriedenstellende Ergebnisse reproduzieren.

In der Hoffnung, dass meine Entwicklerambitionen unter dem anklagenden Blick der „Öffentlichkeit“ etwas länger Bestand haben als alleine im stillen Kämmerlein, werde ich versuchen ab sofort in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen hier über meine Fortschritte zu berichten (wer diesen Blog kennt, weiß allerdings, dass „regelmäßig“ hier ein recht flexibler Begriff sein kann). Und Gott weiß, dass das notwendig ist, denn bereits zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Beitrages kam es zu längeren Pausen…

Nun gut … gehen wir es an! Und mit „wir“ meine ich natürlich mich und nicht jetzt sofort, sondern eher so metaphorisch … ähm …

Demnächst mehr …

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