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Vom Hass übermannt – Die 15 härtesten Spiele meiner Spielerkarriere (1)

dark souls„Ich hasse dich! Ich hasse dich, du verficktes von einer ziegenköpfigen Hexe geborenes Arschgesicht! Ich werde dich bespucken und ich werde deine Nachfahren bespucken, auf dass deine gesamte Familie bis in alle Ewigkeit mit Spucke befleckt ist! Ich … ich werde ins Internet gehen und böse Dinge über dich schreiben! Ha! Ich werde twittern, dass du ein bumsbeschissener Pfirsichkopf bist! Verdammte Scheiße … wie ich dich hasse! AAAAARGH!“

Auf dem Bildschirm erscheint mein vom Schicksal gebeutelter Recke wieder am Bonfire. Ich spiele „Dark Souls II“. Meine Freundin tritt hinter mich und beobachtet wie ich erneut von baumhohen Rittern zerpflückt werden: „Sag mal … warum spielst du das überhaupt, wenn es dich so aufregt?“ YOU DIED. Ich schlage auf ein unschuldig neben mir liegendes Kissen ein: „Weil’s super ist, verflucht nochmal! Und jetzt Ruhe!“ Kopfschüttelnd verlässt sie das Zimmer. Ich atme mehrfach tief ein und aus. Wie lange ist es schon her, dass ich mich ein Spiel so sehr zur Weißglut gebracht hat? Normalerweise bin ich doch eher besonnen. Frustriert setze ich dem Trauerspiel ein Ende, versuche mich zu beruhigen und denke zurück an all die bärbeissigen und gnadenlosen Arschloch-Spiele, die mir mein bisheriges Spielerleben schwer gemacht haben. Erstaunlicherweise kommen mir exakt 15 Stück in den Sinn. Top!

My Legend of Zelda (2) – Zelda II – The Adventure of Link

zelda iiMit „The Legend of Zelda“ war Shigeru Myamoto nach „Super Mario Bros.“ ein weiterer Geniestreich gelungen. Dem Volk dürstete nach einer Fortsetzung und Nintendo war gewillt dem Ruf der Masse Folge zu leisten. 1987 (beziehungsweise 1988 in den USA und Europa) war es dann soweit: „Zelda II – The Adventure of Link“ landete in den Regalen der Videospielfachmärkte. In den frühen 1990-ern stand dann wiederum Klein-Andreas in einem solchen Geschäft und bewunderte mit freudig glänzenden Augen die prachtvolle Verpackung des Spiels. Er nahm sein harterspartes Geld, trug die goldene Schachtel zur Kasse und bezahlte … in der Hoffnung ein Spiel zu erstehen, das so toll ist wie sein Vorgänger. Ganz besonders super wäre es natürlich, wenn er dieses Mal in keine Sackgasse rennen würde und das Abenteuer zu Ende bringen könnte. Ja … das wäre fein. Klein-Andreas sollte eine Enttäuschung erleben.

Generationenwechsel

Alle Jahre wieder kommt der Zeitpunkt an der sich ein jeder Spieler der grausamen Wahrheit stellen muss, dass die geliebte Spielekonsole nun zum alten Eisen gehört. Die Trauer ist natürlich nur von kurzer Dauer, denn gleichzeitig bedeutet das auch, dass neue, (hoffentlich) bessere Spielzeuge auf ihren Einsatz warten. Jetzt war es mal wieder so weit. Zeit nostalgisch zu werden.